und darauf, lieber herr victor, keinen düschardeng, sondern ein ordentliches gläsken schampanja, so jung kommen wir nicht mehr zusammen. eine niedliche aber etwas dickliche kleine tochter hammse da mitfabriziert, und ich hab mir wirklich die ein oder andere feder abgebrochen, um die kleine hier ordnungsgemäß abzuiefern, das kann ich ihnen wohl sagen! so eine erstlingsauslieferung ist kein pappenstiel! feixte der storch durchs gitter. und victor meinte stolz, hoch die tasse, denn einmal ist kein mal! nicht wahr?!
einmal, keinmal, paarmal, sag mal mein liebster, fragte belinda, was zum pürzel hat eigentlich so unglaublich lange gedauert, bei dieser deiner ersten auslieferung? und komm mir nicht mit billigen und unglaubwürdigen ausreden, ich bin nicht von gestern. um genau zu sein, bin ich eigentlich von vor 3 monaten, gemessen an der zeit, die ich auf deine rückkehr gewartet habe. aber das klären wir ein anderes mal, freundchen. aber, aber, aber belinda, ich kann dir alles erklären, murmelte der klapperstorch, und was sollte ich denn machen? es ging doch um dich! hör mich bitte an, das war nämlich so…..
ich saß also auf dieser wolke, vollkommen allein und ohne auch nur den geringsten plan, wo ich gefälligst dies dicke ding abzuliefern hatte. und um das bei der gelegenheit mal zu sagen, wenn man mal hilfe braucht, dann ist nie wer da. nie. just in diesen momenten haben es immer alle total eilig, und von wegen alle vögel sind schon da, das kannste voll vergessen. niemand ist nie nicht da, NIEMAND. kann man fragen wen man will. und da hab ich mir dann gedacht, ich flieg einfach mal hinterher, schlimmer, als in der wolkenwatte sitzen bleiben, geht’s ohnehin nimmer.
möglicherweise wäre es total schlau gewesen sich für die auslieferung eines fluffig leichten puscheltiers zu bewerben und nicht gleich einen auf kompetente dicke hose zu machen, aber hinterher ist man auch immer schlauer als vorneweg und da es ja seinerzeit darum ging belinda zu beeindrucken, blieb ‘klappi’ nichts anderes übrig als unter einsatz all seiner flatterfertigkeiten sein bündel zu schnüren und den graugänsen hinterher zu fliegen? torkeln? naja florkeln war wohl der passenste begriff!
wie auch immer….. was lange fliegt, egal wie tief landet irgendwann auch einmal, notfalls auch auf einem pinkenem kamin, da ist der erschöpfte storch nicht wählerisch, hauptsache ein päusken machen. oder besser gleich ein ordentliches nickerchen. oder zwei oder drei oder….
….. auch nicht! guten morgen, guten morgen, was machen die sorgen, ob sie woll’n oder nicht, man blitzt auch bei licht, dass der storch sich erschrecke und weg ist die decke und der traum von belinda ist nun auch wieder hin da! nie reimt es sich schlechter, wie wenn man mit einem riesen-trarah aus dem tiefesten schlafe gerissen wird, dachte sich der herr klapp und pulte sich den sandmann aus den augenwinkeln. was soll er auch sonst tun? richtig, die biege machen musste er, oder besser vielleicht, die biege fliegen!
weder ist ein storch ein kompass noch eine wetterstation. so muss sich auch niemand wundern, dass klappi nicht nur in die falsche richtung losflorkelte sondern auch noch in die nächstbeste schlechtwetterfront mittenrein. im klassischen wenn-schon-denn-schon stil. apropos stil, dachte herr klapp so bei sich, seit wann sind schornsteine eigentlich knallrosa und an wen erinnerte ihn das noch gleich. und während er so vor sich hinüberlegte, woher, warum und wieso er immerzu an belindas haaren denken musste, hörte er ein nicht zu definierendes zepter und mordillio.
womit er auch schon beim nächsten problem war, denn bei angela auf dem wagen konnte und sollte sein päckchen trotz einer gewissen - ehem, lassen wir das - sicher nicht abgegeben werden und auch wenn man den dom offensichtlich in köln zu lassen hatte, von weiteren dicken petern (und ein solcher befand sich vermutlich in klappis päckchen) sei abzusehen, wurde klappi rheinländisch verbindlich mitgeteilt. nimm de trumm widda mett, min jung!
einige kölsch später und wegen der unfassbar vielen einbahnstraßen in der kölner innenstadt sah der herr storch aber erst sehr spät licht am ende des tunnels und erspähte ein plätzchen zum landen und verschnaufen. schicker mauersockel in rosa übrigens, dachte sich der storch, während er sich all die ‘kamele’ aus den federn schüttelte. komische sitten sind das hier in der stadt, dachte er.
als sich auch schon die schicke graue wand in drei große und drei kleine rüsseltiere aufteilte. sie sind zu früh! sie sind monate zu früh, sie, sie, sie, siiiiiieeeeeee federtier. moment mal, dachte sich klappi, wenn die mich im sommer erwarten, dann kann ich doch der einfachheit halber hier bleiben. das wäre doch voll die schlaue idee, oder? fragte er die thailändischen damen. die waren, um es mal relativ dezent auszudrücken, sowas von not amused! und so kam was kommen musste, und der storch wurde auf eine weitere etappe seiner reise geschickt.
irgendwie ohne seine ausdrücklich zustimmung. und mehr als ein genervtes ‘mööööp’ kam aus dem tragetuch auch nicht. das letzte, was die beiden reisenden hörten waren die worte, immer dem rüssel nach! als es auch schon losging. der einzige vorteil, den der storch in dieser art der flugtechnik sehen konnte, war, dass es schnell ging, schneller als er sich jemals vorgestellt hatte, zu dumm nur, dass er nicht den blassesten dunst hatte, ob es in die richtige richtung ging, letzteres wäre von unschätzbarem vorteil gewesen…..
wobei, als das so in unterschallgeschwindigkeit durch die luft sauste, machte er sich unsicher ein paar gedanken, wie denn bitte die landung von statten gehen sollte. er konnte ja schlecht einfach aus dem himmel fallen und sich womöglich eine feder brechen oder schlimmeres. gottseidank hatte er sein päckchen noch sicher unterm flügel, sicher ist sicher. es ging ja um die ordnungsgemäße abgabe wegen der zugabe bei belinda…… aber davon waren wir noch weit weit weit enfernt……..
ja unser storchi hatte sich da in eine wirklich beeindruckende rage hineingeredet. und selbst belinda und ko-raya, die zwar dabei war, aber alles ein klitzekleines wenig anders in erinnerung hatte, konnten nicht anders als den klapperstorch, der unter aufbietung aller kräfte mit all dem mut den aufzubringen ein storch in der lage ist, zu bewundern und liebzuhaben. und beiden waren schon gespannt, was denn nun noch passiert ist, bevor er endlich am ziel war…. im zoo berlin bei der mit spannung erwarteten elefantengeburt (tbc)
(ich muss es einfach immer wieder betonen, die ganz hervorragenden zeichnungen zeichnet der großartige herr zeichner!)

Das habt Ihr ja mal wieder fein hinbekommen-Daumen hoch für Frau Schnatterliese und den Herrn Zeichner Rene.Dankeschön.
Das Bild *völlig losgelöst* rahme ich mir-ist doch meine Heimat mit drauf:)
Gruß Marga
und noch ein belated *Happy Birthday* für den Herrn Zeichner
Hihi,
da habt ihr gleich den Karneval miteingearbeitet ?!?! Da gefällt mir die nette Angi aber ganz besonders gut, obwohl mein Lieblingsfoto die “Märchenstunde” ist!
Und eines habt ihr geschafft: Den Spannungsbogen schön oben zu halten und unsere Nerven absolut nicht zu schonen, weil wir jetzt wieder warten müssen (dürfen
)!
Klasse ihr zwei, wie immer!
Claudia
Hihi, ‘ne tolle Story und sooo geniale Zeichnungen wieder!
Liesel, Herr Zeichner, ihr seid einfach einmalig.
Ich weiß diesmal so gar nicht, was mein Lieblingsbild ist, die sind einfach alle so wahnsinnig schön geworden.
Ach so, kleine Bemerkung am Rande. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind sicherlich nur rein zufällig?! Und damit meine ich jetzt nicht die Angie.
Ich freu’ mich schon auf die Fortsetzung!
Mir gefällt die neue Wortschöpfung “florkeln” besonders gut
Das werde ich in meinen Wortschatz aufnehmen.
Die Zeichnungen sind wie immer toll und ich erwarte mit Spannung die Fortsetzung
Was für eine tolle Geschichte Liesel! Die Bilder von dem Herrn Zeichner sind einfach nicht zu toppen und heute kann ich mich auch bei mehrmaligem Hingucken nicht für einen Favoriten entscheiden, sie sind alle klasse.
Ich hoffe, es geht bald weiter…. Ich bin schließlich als PP bekannt. ;-))))
Hallo Tina !!!!
Ja - mein Kommentar geht an Tina !!!
Du bist die Einzige, die es bisher erkannt hat (o:
Ich lach mich scheckig …. (o: Supi !!!!
Das ist ein echtes Kompliment, denn es zeigt, das Jemand (o: genau hinschaut (o: Nö, rein zufällig ist das nicht gewesen (o:
Danke !!!
hihi
Letter from Leuven, Belgium, to Belinda:
Dear Belinda,
Just like you, I was extremely curious to know exactly what happened to make things take sooo long, not that I was waiting for my husband or so – no no no, I don’t even have one (lucky husband, no?) – but for the delivery of the baby – no no no, not by me, I am too old for that adventure – but about the delivery of the very special long-awaited baby by your hubbie. Well, well, well, after reading the whole story, he indeed must have broken more than one feather. But, I have noticed that during his long and difficult and dangerous and lonesome odysseyn he got special help and more particularly in the wonderful town of Köln when the great Mr. Z. tried to help him by showing the right direction, even though it caused initially some further confusion. After all that, the winds (of the elephants) blow him in the good way.
Just like you, I am proud of your husband who brought such a delight and pleasure to the Zoo Berlin. I am a bit too shy for it, but I am quite confident that you will do it for me: give your hubbie a biiiiigg embrace from me.
But, psst, what is “dicken petern”? I cannot open the link.
Patricia
Stimmt die Bilder sind schon geil das Angie Bild als Beispiel (stimmt das war doch auch so nen Wagen zum Karneval)
Story is zwar nich meins aber für die Bilder hat sich der Besuch doch gelohnt!
grüße!