Es ist Mittwoch, der 17. März 2010 und um halb vier klingelt mein Wecker. Theoretisch, denn ich bin bereits wach und fürchterlich aufgeregt. Heute geht es nach Schweden. Endlich! ![]()
Die dickste Winterausrüstung ist im Koffer, Kamera und Notebook sind im Rucksack und um kurz nach fünf verlasse ich die Wohnung in Richtung Flughafen. Frau Jott, mit der ich die Reise in den Traum mache, ist ebenso aufgeregt und gespannt wie ich. Wir liegen beide koffertechnisch unter dem 20-kg-Limit, dürfen ordnungsgemäß das Flugzeug betreten und sind nur zwei Stunden später in Stockholm. ![]()
Trotz nicht vorhandenen Sprachkenntnissen gelangen wir zu unserem Zoobesuchsmobil und rasen los in Richtung Grönklitt, wo wir vollkommen unproblematisch mit einer Punktlandung um 13:30 Uhr den Eingangsbereich betreten und uns jeder eine Saisonkarte zum Bärenpark kaufen. Es kann losgehen. ![]()
Das Problem bei sehr hohen Erwartungen und Hoffnungen ist immer, dass man hinterher da steht und enttäuscht ist. Orsa, der Bärenpark, Grönklitt, aber vor allem Ewa und Wilbär haben die Erwartungen aber übertroffen, locker und um Längen übertroffen.
Unser Weg führt uns mehr oder weniger direkt nach Polar World, der ganze Bärenpark ist über und über mit Schnee bedeckt und strahlend weiß. Wir kommen um die erste Biege zum kleineren der zwei Gehege und sehen Ewa und Wilbär sofort. Wilbär kugelt im Schnee und Ewa buddelt ein Loch in den Schnee.
Ich kann es nicht fassen, ich kann es einfach nicht fassen, ich bin da, es ist wunderbar und die beiden Bären sind ausgelassen und fröhlich. Ich versuche mich mit dem Maschendrahtzaun zu arrangieren und fange an wie durchgedreht zu fotografieren. Irgendwie dreht sich alles in meinem Kopf und ich denke immerzu: Das glaubt einem keiner; das gibt es ja überhaupt nicht.
Ewa und Wilbär sind in der Zwischenzeit in die größere der beiden Anlagen gewechselt und Wilbär schnappt sich einen der unzähligen blauen Kanister und schleudert ihn in der Gegend rum, während Ewa im freundlich interessiert zuschaut. Sie ist ja ein wenig älter und lässt den Knirps die Faxen machen. Ich bin nach wie vor fassungslos, wie groß die Gehege sind. Und trotzdem kann man sehen, dass die Bären überall bereits langgeschlendert sind.
Im Schneeberg in der größeren Anlage auf der linken Seite kann man sehen, dass überall Höhlen oder Tunnel hinein gegraben wurden. Ulli und ich sind uns einig: das war wohl Ewa, denn Ewa scheint der Bergbauspezialist zu sein. ![]()
Plötzlich kommt Wilbär auf uns zugelatscht und schlabbert mit der Zunge die Scheibe ab. Ich versuche ihn zu fotografieren, aber leider ist er zu nah und die Kamera löst nicht aus. Also guck ich die weiße Wampe an und muss mich sehr wundern, er ist nämlich richtig groß geworden und hat einen richtig erwachsenen Kopf bekommen. Ich finde, er ähnelt Anton bereits ein wenig. ![]()
Eineinhalb Stunden gehen vorbei wie im Fluge, der Bärenpark hat im Winter nur bis 15:00 Uhr geöffnet. Wir besorgen jede Menge Postkarten und Briefmarken, kaufen uns später in Orsa unser Abendbrot und beziehen müde und sehr sehr sehr glücklich unsere Ferienwohnung. Ich kann es nicht fassen, ich kann es überhaupt nicht fassen. Ich bin in Orsa, ich war im Bärenpark und ich habe Wilbär und Ewa gesehen, die beiden spielen miteinander so wie ich es noch nie bei Eisbären gesehen. ![]()
Wir machen den Kamin an und trinken auf diesen tollen Tag ein Glas Wein. Und wir freuen uns, denn wir haben noch vier ganze Tage im Bärenpark. Und hier nun Teil 1 der Bildergalerie aus Orsa, Wilbär der Große! Viel Spaß bis zu Teil 2, wo man wach wird und alles ist über Nacht in Puderzucker geschneit. Zwengs der Bilder hier im dicken Fell, draufklick und freu!

Dear Sabine, I can immediately believe that you were already awaken without needing the alarm. It must have been wonderful to see the bears there. By the way, are they now loosing their Winterfur?
Thanks for the pics and the report and looking forward for Part II.
Big hugs,
patricia
dear patricia,
actually both bears had similar fur-problems like lars or the berlin-ladies, rasputin, vera or from what i heard vitus in karlsruhe. they lost parts of their fur due to some kind of acarodermatitis, they have been medically treated and what you see as very thin short fur is actually the lost fur growing back. wilbär looks a little like a monk on his back with that straight new fur and ewa gets fluffy curly fur back.
they don’t itch or scratch or seem irritated, and the keeper said it’s all going to be fine and under control.
love, sabine
Hello Sabine,long time no see :))
Dreams come true once in a while-and these two cuties can live it every day-wonderful story and amazing pictures-thanks a bunch for sharing with a couchpotatoe like me :))
Getting ready for reading part 2
Hugs,Marga
*SQUEALS* So wonderful!!!!!!!!!!!!!!!!
Na die Ewa wird vielleicht schon Kinderstubebuddeln üben???? Ach das ist ja ein Traum und das sind GLÜCKSBÄREN!!!! Wunderbare Bilder!!
Kannste das nächste Mal den Knut mit einpacken wenn Du hinfliegst? Ich zahl auch das plus20kg-Übergepäck!!!
*knuddel*
Christina
christina,
du wirst lachen
ulli und ich haben uns auch gedacht, dass die sich da orsa mal ein paar gedanken machen werden. die haben ne geburtshöhle gemauert mit webcam und allem schnipp und schnapp. aber die pustet denen einen. geburtshöhle, HA! wahrscheinlich gräbt ewa sich ihre höhle in den schneeberg - oh ja!
das wird lustig! ich sag es dir!
Ich kann deine Begeisterung nachvollziehen…
Und natürlich auch für Liesel…
Es ist tatsächlich ein Traum, ein Traum der für Wilbär und Ewa wahr wurde.
Ich kann mich an deinen und Ullis Bildern gar nicht satt sehen…:-)
Ok one more time…
LG Manuela
Thank you for sharing your wonderful report from Orsa. I have to watch the photos over and over again - every time I find something new in them. What a winter paradise!
I’m eagerly waiting for the part 2!
Greetings from Mervi
Liebe Liesel, da kommt bei mir schon ein enig Neid auf
Wenn ich die tollen Bilder sehe,und den Bericht dazu lese,dann könnte ich auch sofort das nächste Flugzeug besteigen.
Mann,oh mann, haben die beiden Bären ein schönes Gehege.
Dieses wunderbare Umfeld wünsche ich jedem Eisbären der in einem Zoo leben muß. Vielleicht erleben wir das eines Tages doch noch.
LG
Bea
hallo LIESEL
einfach nur traumhaft!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich kommen aus Schleswig Holstein und weiß jetzt wo ich im Winter hin fahre nach Orsa denn das möchte ich auch erleben.
Danke
Es ist einfach nur fantastisch…
Es hört sich an wie ein gelebter Traum und genauso schaut es auf den Fotos auch aus. Die ich, nebenbei gesagt, nicht müde werde, immer und immer wieder anzuschauen.
Ich bin froh, dass du und Ulli euch das Grauen mal vor Ort angeschaut und die ungeschminkte Wahrheit mitgebracht habt. Die Wahrheit über moderne Eisbärenhaltung.
Besten Dank, ich freu mich schon auf part 2-5.
Liesel und ulli
2 powerfrauen auf dem weg nach orsa,wild entschlossen habt ihr
euren traum wahr werden lassen,
und das hat sich mehr als gelohnt.
fantastisch ,genial,traumhaft mir fehlt einfach das richtige wort dafür,
vielleicht gibt es das auch gar nicht und man muß das selbst erleben.
ich weiß nur, wenn das der” ort des grauens” ist ,dann ist das einzig grausame daran das ich noch nicht da war und mir diese bilderbuch - bären in ihrer traumumgebung angeschaut hab.
so und nun freu ich mich auf den zweiten teil ” ort des grauens” frei
übersetzt:
wonderful dream - days with wilbär and ewa!
Einfach nur traumhaft und wunderbar !!!
Wenn ich das alles sehe, geht mir richtig das Herz auf.
Liesel, es ist so schön, dass Du uns allen diesen herrlichen Ort für Eiisbären so nahe bringst.
Ich freu mich schon auf die Fortsetzung in Bild und Text.
Ich hab vorhin beim lesen auch gedacht, dass sich Ewa ja dann vielleicht mal in eine echte Schneehöhle zur Geburt von Kinderchen zurückzieht. Das wäre ja echt der Hammer !!!
Diiese beiden Bären strahlen nur pure Lebensfreude und Glücklichsein aus.
Da kann man gar nicht genug von kriegen !
Hallo Liesel,
das ist ja eine wirklich traumhafte Reise, die Fotos sind wunderbar und den Wilbär kann man für sein Glück nur beneiden.
Heide und ich erinnern uns noch gut daran, wie wir ihn im Dezember 2008 in Stuttgart besucht haben, den Kleinen, der immer an Mamas Rockzipfel hing.
Und was für ein prächtiger Bursche jetzt aus ihm geworden ist - und wo und wie er jetzt lebt ist ein echter Eisbärentraum.
Ich bin schon sehr gespannt auf die nächsten Fortsetzungen des Reisetagebuches, auch wenn ich Wochen hinterher hinke.
Liebe Grüße
Fritz und Heide