tief betroffen über den tod eines außergewöhnlichen menschen, und doch unendlich dankbar für das was war, ist und sein wird. mein mitgefühl und aufrichtiges beileid gilt der noch so jungen familie, den anverwandten, freunden und kollegen von thomas dörflein. unvergessen.
aus: khalil gibran, der prophet
dann sagte eine frau: sprich uns von der freude und vom leid. und er antwortete: eure freude ist euer leid ohne maske. und derselbe brunnen, aus dem euer lachen aufsteigt, war oft von euren tränen erfüllt.
je tiefer sich das leid in euer sein eingräbt, desto mehr freude könnt ihr fassen. ist nicht der becher, der euren wein enthält, dasselbe gefäß, das im ofen des töpfers brannte? und ist nicht die laute, die euren geist besänftigt, dasselbe holz, das mit messern ausgehöhlt wurde? wenn ihr fröhlich seid, schaut tief in eure herzen, und ihr werdet finden, dass nur das, was euch leid bereitet hat, euch auch freude gibt. wenn ihr traurig seid, schaut wieder in eure herzen, und ihr werdet sehen, dass die wahrheit um das weint, was euch vergnügen bereitet hat.
einige von euch sagen: “freude ist größer als leid”, und andere sagen: “nein, leid ist größer.”
aber ich sage euch, sie sind untrennbar. sie kommen zusammen, und wenn einer allein mit euch am tisch sitzt, denkt daran, dass der andere auf eurem bett schläft. wahrhaftig, wie die schalen einer waage hängt ihr zwischen eurem leid und eurer freude. und wenn ihr leer seid, steht ihr still und im gleichgewicht.
wenn der schatzhalter euch hochhebt, um sein gold und sein silber zu wiegen, muss entweder eure freude oder euer leid steigen oder fallen.
from: khalil gibran, the prophet
then a woman said, “speak to us of joy and sorrow.” and he answered: your joy is your sorrow unmasked. and the selfsame well from which your laughter rises was oftentimes filled with your tears.
the deeper that sorrow carves into your being, the more joy you can contain. is not the cup that hold your wine the very cup that was burned in the potter’s oven? and is not the lute that soothes your spirit, the very wood that was hollowed with knives? when you are joyous, look deep into your heart and you shall find it is only that which has given you sorrow that is giving you joy. when you are sorrowful look again in your heart, and you shall see that in truth you are weeping for that which has been your delight.
some of you say, “joy is greater than sorrow,” and others say, “nay, sorrow is the greater.”
but I say unto you, they are inseparable. together they come, and when one sits alone with you at your board, remember that the other is asleep upon your bed. verily you are suspended like scales between your sorrow and your joy. only when you are empty are you at standstill and balanced.
when the treasure-keeper lifts you to weigh his gold and his silver, needs must your joy or your sorrow rise or fall.
es ist wie es ist und niemand war nicht nur zum spaß da. buna schon mal überhaupt nicht und weil sie ja den ganzen lieben langen tag ohnehin nur rumsaß, fand knut es fair, wenn sie sich zur feier des tages einmal ganz elegant auf ihre stelzen stellte und den kopf leicht in einen schrägen winkel abwärts, naja man kennt das ja, immer am hals lang und schon war ein mehrfaches lautes jippieh von der investigativ & co. kg otter i.g. zu hören! freundlicherweise hatte buna ernst den minirock mit dem netten gesicht geliehen und so konnte er friemelfrei und tiefenentspannt dem wilden treiben zuschauen. knut, der im übrigen überhaupt nicht mehr kleine eisbär, war in der zeit mit meeresbodenforschungsarbeiten befasst und bekam faktisch nichts mit. ausnahmsweise.
na, holla, wen man nicht so alles unter wasser trifft, die indeskretionsfamilie zum beispiel, mit denen man sich unter wasser in trauter dreisamkeit den wolf kugeln und pläne schmieden kann, für die kommende ausgabe der ‘furry fame’. rein theoretisch könnte man mal wieder eine foto-lovestory ins auge fassen, der arbeitstitel wäre dann ‘buna in love’, oder ‘ernst in heaven’. der phantasie waren da wie immer keine grenzen gesetzt und sky is the limit.
und während frau o. und herr k. noch in die konsultationen hinsichtlich der foto-lovestory vertieft waren, befasste sich der bis in die krallenspitze verknallte ernst mit ’sky is the limit’ und zog für buna-nessie die erstklassigste zirkusshow ab, die man jemals auf einer die-gang-party gesehen hatte. buna fand es astrein, so angehimmelt zu werden und auch zawadi und paul waren begeistert. gut, es muss ja niemand wissen, dass paul in seinem rechten vorderhuf eine klitzekleine spionagekamera hatte, man kann ja nie wissen, wann man mal ein paar beweisfotos braucht. aber alles spionieren nutzt nichts, wenn
buna eigentlich und in echt und in wahrheit auf nilpferdjunior nino, der wiederum auf dem dicken gregor steht, steht, im wahrsten sinne des wortes. und was man nicht meint und nie in zehn kalten wintern gedacht hätte, ernst geht mal unter wasser einen blick auf diese ungeheuerlichkeit zu werfen. nun gut, irgendwer muss ernst einmal den unterschied zwischen dem dativ, der auch gerne der genitiv sein soll und der umstandsbestimmung des ortes, vulgo: akkusativ, erkären. macht aber hier nicht mal in ansätzen einen unterschied und ist somit zu vernachlässigen. fakt war: bunas beine waren kürzer als es den anschein hatte, was übrigens ein klarer akkusativ ist, aber eben irrelevant. wo waren wir noch gleich?
genau, bei den getränken. das ist so mit den frauen, die immer genau wissen, wann sie was ins spiel zu bringen hatten. in diesem fall: drinks für alle! mit von der partie wie immer, der versoffene postkranich! es war nämlich wie folgt: maika hatte die faxen dicke, von morgens bis abens auf das furchtbare kind aufpassen, den aufdringlichen gatten auf distanz halten und nachts dann lähmende langeweile im zoo-tevau. und sie wäre nicht die heimliche queen im zoo, wenn sie nicht mittel und wege kennen würde, wann immer es ihr beliebt aus der enge der heimischen vier wänden auszubrechen. um ein wirkliches fass aufzumachen. den gatten herrn b.-pol hatte sie in einen seeligen schlaf gesungen.
die investigativ & co. kg otter i.g. hatte mal wieder vor allen anderen die lunte gerochen und sich in die passenden partyklamotten geschmissen und gab einen original polynesisischen hula zur begeisterung aller. was nun maika ganz prima in den kram passte, denn so merke keiner, dass sie sich heimlich still und leise eins hinter die binde, nein das palmenblatt, kippte……
und weil dann niemand mehr ein auge auf die kinderchen wirft, machen die einfach, was sie wollen. ein vollkommen unerlaubtes poolrennen beispielsweise. buna und paul (wundert das nicht jemanden?), paulchen im und auf dem rock, die otter inc. hatte sich die karpfen vor den karren gespannt und knut suchte verzweifelt nach zawadi, die war nämlich holterdiepolter verschütt gegangen, irgendwie.
und wer sucht, wird in der regel fündig! es war schon weit weit weit nach mitternacht und die gang hatte sich nun wirklich auf’s allerfeinste ausgetobt und glücklicherweise hatte maika den kinderchen noch ein paar drinks übrig gelassen. und womit? mit recht! endlich entspannte sich auch paulchen mal so richtig und ließ sich den fruchtcocktail wohlig gut schmecken. und träumte von seinen enkelkindern, auch wenn er nicht wusste, was enkelkinder sind, aber haben wollte er welche. wegen den liedern am lagerfeuer.
als es schon wieder beinahe morgengrauen war wurden langsam aber sicher die freunde müde. ernst, der nun eine schlappe stunde über diese doofe dingsbestimmung des ortes nachgedacht hatte, beschloss auf dem klugscheisserknut zu sitzen, das müsste der sache gerecht werden, denn eins war ihm klar, auf knut stehen, neeeeee, das ging ja nun garnicht. und auch der ganze grammatiquatsch war totaler unfug mit einem veritablen kokosnussmilchglimmer. und den glimmer hatten sie alle miteinander. mit einem mehrfachen hipp-hipp-hurrah! zogen sie von dannen in dem bewußtsein, heute ist nicht alle tage, wir kommen wieder, alle tage!
danke, dachte paul. KATHI!!!!!!!!!!!! EDE!!!!!!!!!!!!!!!! kommt mal her! ihr seid die allergrößten und die allernettesten und die allerbesten verwandten, die man sich überhaupt nur wünschen kann. und wenn ich einmal irgendwas für euch tun kann, dann müsst ihr das einfachnur sagen und zackbumm passierts! habt ihr wünsche? kann ich was tun? und ede sagte, paulchen, wirf doch mal den wurlitzer an, bitte!
wir wissen alle, was sie nun denken……. nicht wahr?geht aber wohl! und während ede und kathi den abend in trauter zweisamkeit ausklingen ließen und paulchen in nullkommagarnichts in das land der minihippoträume abgetaucht war ging im berliner zoo die sonne auf. und wie wir alle wissen, kommen die pfleger recht früh. und wenn es ganz schlecht läuft, dann wohnen die pfleger auch noch auf dem zoo gelände……… putzen geht da eben nicht mehr rechtzeitig.
was zum teufel ist denn hier schon wieder los gewewsen??? fragte sich der freundliche herr fritzmann. alle paar wochen kam er ins nilpferdhaus früh morgens und es sah aus, als ob die loveparade in dere nacht stattgefunden hatte, nicht, dass er jemals auf einer loveparade gewesen wäre, aber trotzdem. und mal unter uns, was soll denn das mit dem rosa badetuch? wo kam denn das her? er würde mal ein ernstes wort mit dem kollegen dörflein reden müssen!
… fin…
(zeichnungen, sie ahnen es sicherlich, vom großartigen herrn zeichner!)

