besser geht es nicht, ihr habt die freie auswahl, wenn man so will.
der knut ist reinweiß? die sonne scheint?
und, wo war eigentlich der raufkumpan?

als ich mir am 26. märz 2007 eine jahreskarte für den berliner zoo zugelegt habe, dachte ich fröhlich bei mir, dass ich es sicherlich schaffen werde, im verlauf eines jahres ungefähr sechs mal in den zoo zu gehen. da die jahreskarte exakt genau so teuer ist, wie fünf zoobesuche (naja, zumindest galt das bis zum 01. juli 2007), hätte ich ab besuch nummer sechs quasi ein schnäppchen gemacht. heute beschleicht mich nicht selten das gefühl, dass bei einem meiner nächsten zoobesuche eine erbärmlich laute sirene am löwentor losplärrt und ich in handschellen (oder wahlweise einer zwangsjacke) aus dem zoologischen garten geführt werde und hausverbot auf lebenszeit erhalte. wegen total überzogen häufiger besuche eines tiers im besonderen und normal überdurchschnittlicher besuche aller anderen tiere.
neulich, aber das ist eine andere geschichte und soll hier nur exemplarisch erwähnt werden, musste ich dem panzernashorn in länge und breite erklären, dass das croissant weder für das nashorn noch für das weiße tier, sondern für mich bestimmt war. das panzernashorn langte am gehegegraben stehend mit gestrecktem hals auf fast 40 cm an mein gesicht heran und ich bekam es kurzfristig mit der angst zu tun.wo war ich? ach ja. knut.kein mensch kann sich vorstellen, mit welcher alpintauglichen ausrüstung menschen wie ich mittlerweile morgens das haus verlassen, wieviele schuhe ich bereits entsorgen musste, weil entweder die sohlen durchgelaufen waren oder die schuhe infolge intensiver vollregnung einfach in zwei gingen. meine katzen reden nur noch das nötigste mit mir und ich habe sie auch schon mehrfach über mich tuscheln gehört. der kater tappt sich mittlerweile, wenn er mich sieht mit der pfote an die stirn, und ich denke mir sollte das zu denken geben. mir. aber, wir wollen ja nicht lügen und ja, es gab auch schon tage, an denen die sonne schien. man vergisst vermisst das, wie so einiges anderes auch. den bärenbruder zum beispiel, bis zum letzten sonntag.
und als ich pitschnass und um ein weiteres paar schuhe sowie den dritten oder vierten regenschirm ärmer nach hause kam, hätte ich nicht nur brüder gebrauchen können sondern auch pc-erfahrene miezekatzen. ’so. und nun?’, frage ich den kater bajazzo, während mir das wasser noch die hose runterrinnt, der genervt die linke augenbraue hochzieht. ‘bonnie? irgendwelche ideen?’, aber die katze bonnie guckt nur den bruder bajazzo an und schüttelt den kopf. so ist das leben, wenn einen auch die eigene katz’ für leicht wunderlich hält. ich sitze da mit meinem nicht vorhandenen latein. wie, in aller welt, fertigt man aus vielen schnipseln ein video und überhaupt, was ist eigentlich mit musik? wie bekomme ich meine füße trocken, wo ist meine wärmeflasche, was ist eigentlich sommer, wo ist der pfefferminztee und warum haben alle ein warmes fell, nur frau schnatterliese nicht?
eisbären stören all diese dinge ebenso wenig, wie deren brüder. aber bitteschön tage später findet auch ein blindes huhn ein korn, seht selbst.
(erstmalig von mir am 31. Juni 2007 hier veröffentlicht)
